Ein besonderes Yoga-Retreat habe ich in der CASA EL MORISCO erlebt. Das mir noch lange in Erinnerung bleibt. In meinem Erfahrungsbericht teile ich meine Eindrücke und zeige dir, warum dieser Ort für Erholung, Yoga und neue Energie so beliebt ist.
Denn manchmal ist das Beste, was du für andere tun kannst, dir selbst gut zu tun. Falls du neue Energie tanken möchtest, schreibe ich dir von meinen Erfahrungen in der CASA EL MORISCO. Und von einem bezaubernden Yoga-Retreat im Süden Spaniens. Ein Platz der magisch ist. Für deinen Yogaurlaub zum Auftanken.
Das Tor zur Casa
Eingebettet ist diese Oase in die sanften Hügel oberhalb von Benajarafe, nur etwa eine halbe Stunde östlich von Málaga. Schon die Anfahrt führt an silbrig schimmernden Olivenhainen vorbei, blühenden Mandelbäumen und kleinen weißen Dörfern. Doch es kommt noch deutlich besser.
Als sich das Tor zur Casa öffnet und ich spüre, dass hier ein anderer Rhythmus herrscht. Langsamer, offener, herzlicher. Es ist so schön, dass ich eine Gänsehaut bekomme und glaube, dass ich träume.

Wie wunderbar kann ein Platz für ein Yoga-Retreat sein? Ich komme mir vor wie in einer anderen Welt. Bin ich in Indien gelandet? Beeindruckt sehe ich mich um. Nehme die Aura wahr. Die ruhige, exotische und paradiesische Atmosphäre. Ich führe mit tollen Menschen an runden Tischen Gespräche und erweitere meinen Horizont.
Überall duftet es. Nach Jasmin, Rosmarin, Orangenblüten und Frühling. Palmen spenden Schatten über leuchtenden Bougainvillea-Ranken, Zitronenbäume tragen Früchte, und zwischen den schmalen Pfaden plätschern Brunnen. Deren Wasser das stetige Flüstern der Stille begleitet. Hier summen Bienen über Lavendelbüsche, dort flattert ein Schmetterling an einem stillen Teich vorbei.

Eine andere Welt
Überall laden kleine Eckchen zum Verweilen ein: eine Hängematte zwischen zwei Bäumen, eine Bank unter einem Feigenbaum. Ein Platz mit Blick auf das entfernte Meer, das im Licht der Nachmittagssonne glitzert. Manchmal denke ich, dass ich doch schon alles gesehen habe. Und dann fasziniert mich ein neuer Spruch oder ein liebevolles Detail, welches mir bis jetzt verborgen blieb.


Gelegentlich unterhalte ich mich mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber, dass die Casa El Morisco wie eine kleine Blase ist. Welche eine komplett andere Energie hat, als die meisten anderen Plätze auf der Welt. Wenn du ein Yoga-Retreat suchst, dann kannst du hier einen wundervollen Urlaub verbringen.
Still und kraftvoll – Yoga-Retreat für alle Sinne
Mein Lieblingsplatz ist der weiße Tempel in der Casa El Morisco. Er wirkt still und zugleich kraftvoll, und er fügt sich harmonisch in die umgebende Natur ein. Zwischen Grün, Licht und offenen Wegen entsteht eine Atmosphäre, die Ruhe ausstrahlt und dennoch etwas Erhabenes hat. Alles wirkt miteinander verbunden.
Ich wage mich mit meinen Füßen in den Teich und muss kurz lachen, als die Fische an meinen nackten Zehen knabbern. Dann atme ich durch, in diesem Ort, der Geborgenheit schenkt. Aber auch zum Innehalten, Nachdenken und Fühlen einlädt. Zwischendurch kommen niedliche Katzen zum Kuscheln vorbei. Sind die süß!

Insel der Glückseligkeit und indischer Garten
Die Casa El Morisco fühlt sich an wie eine Insel der Glückseligkeit. Wenn ich zum Beispiel im indischen Garten mit Teich stehe. Oder durch den Sinnesgarten laufe und in der kleinen Meditationshöhle ruhe. Doch es gibt auch ein Trampolin, Schaukeln und Wackelplatten.

Ich bin Teil des Wohlfühlprogramms und merke schnell, dass dieser Name hervorragend passt. Wir bekommen täglich andere Yogalehrerinnen und Yogalehrer. Was dazu führt, dass wir viele unterschiedliche Energien aufsaugen können. Achtsam, fließend, atembetont. Wir praktizieren fast täglich morgens von 8 Uhr 30 bis 10 Uhr und am späten Nachmittag von 16 Uhr 15 bis circa 18 Uhr 45.
Manchmal tun wir dies auch mit einem Spaß zwischendurch. Denn es gibt hier keine Dogmen beim Yoga-Retreat. Aber viel Freude. Dabei verbinden wir klassische Asanas mit meditativen Momenten, wohltuenden Dehnungen und kleinen Entspannungsreisen. Oft begleitet von leiser Musik oder Klangschalen.

Worte schneller als meine Gedanken
Am Mittwochmorgen fällt die Yogalehrerin aus, was normalerweise nicht vorkommt. „Wenn ihr mögt, dann kann ich einspringen“ verkündige ich der Gruppe, als wir wartend vor der verschlossenen Tür stehen. Nachdem ich festgestellt habe, dass meine Worte meinen Gedanken gefühlt vorausgegangen sind, bejahen alle begeistert.

Der Unterricht bereitet mir soviel Spaß, dass ich mich zu etwas entscheide, was du am Ende dieses Artikels liest. Beim Mittagessen frage ich einen männlichen Teilnehmer, wie ihm mein Kurs gefallen hat.
„So eine Stunde hätte ich dir gar nicht zugetraut, da du noch so jung aussiehst.“ Na, das ist doch ein doppeltes Kompliment. Einige Frauen wundern sich darüber, dass ich schon Kinder habe. Ich lächele in mich hinein und denke mir, dass Menschen, die viel Yoga praktizieren, häufig zeitlos wirken lässt. Grund genug, sich hin und wieder ein Yoga-Retreat zu gönnen.

Neue Impulse
Hin und wieder singen wir Mantras und genießen an einem Abend eine Kakaozeremonie. Dabei singen wir achtsam, wie dankbar wir für das wohltuende Getränk sind. Während Kursleiter Karsten uns nacheinander duftenden Kakao reicht.
Selbst als Yogalehrerin bekomme ich während dieser Reise noch völlig neue Impulse. Welche mich ebenfalls wachsen lassen.
Als eine Kursleiterin fragt, wer schon mal hier war, heben 80 Prozent der Gäste ihren Arm. Na, das wundert mich gar nicht. Ich möchte auch nochmal hier hin. Und das gerne mit dir. Ja, richtig gelesen. Aber dazu später mehr.

Köstliches Obst und goldenes Porridge
Nach der Yogastunde erwartet uns ein liebevoll bereitetes Frühstück. Immer wieder schwärme ich zusammen mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie lecker die frischen Früchte der Saison sind. Die Mangos mag ich besonders gerne. Es gibt auch goldenes Porridge mit Zimt, hausgemachte Vollkornbrote, spanischen Käse, duftenden Kaffee und Kräutertees aus dem eigenen Garten. Ich greife auch gerne zu den Yogi-Tees.
Mittags lockt ein leichtes Buffet mit bunten Salaten, Sprossen, einer Suppe und frischen Kräutern. Sensationell ist, dass zusätzlich alle Getränke rund um die Uhr verfügbar und kostenfrei sind. Du kriegst praktisch den ganzen Tag über etwas zum Essen.

Wie zuhause fühlen
„Damit man sich wie zuhause fühlt“ verrät mir Inhaber Wilfried. Um 19 Uhr freuen wir uns auf ein warmes, vegetarisches Menü. Die Linsensuppe schmeckt mir richtig gut – außerdem die Avocados aus dem eigenen Garten. Beim Stöbern durchs Buffet spürst du sofort, dass hier mit Liebe und Sorgfalt gekocht wird. Gegen 19 Uhr 45 werden uns köstliche Desserts gereicht. Papaya, Energieballs, Eis, Kuchen oder hausgemachtes Gebäck. Weniger süß, oft vegan und immer lecker.
Indisch-maurischer Garten mit Hängematten
Zwischen den Yogaeinheiten bleibt viel Zeit, um einfach zu sein. Einige Teilnehmerinnen lieben es, am Pool zu liegen. Sehr sympathische Zimmernachbarn spielen Karten und lächeln mir zu, dass sie süchtig danach sind. Dann muss ich grinsen und wünsche den beiden viel Spaß. Ich finde Gefallen daran, von meiner Hängematte aus in das Blau des andalusischen Himmels zu schauen. Durch die duftenden Gärten zu streifen und meinen Atmen langsamer werden lassen.

Drei Massagen und unterschiedliche Erfahrungen
Ich gönne mir außerdem drei Massagen. Sie werden nicht über die Casa abgerechnet, sondern bar an die tollen Menschen bezahlt, welche uns noch mehr entspannen.
Auf einen Tipp hin starte ich mit Rafael, der sehr gut Englisch spricht. Der hübsche Spanier kombiniert Elemente der chinesischen Medizin mit Reiki, seiner spirituellen Art und dem Gefühl dafür, was mein Körper gerade braucht. Mädels, der Mann ist der Wahnsinn (männliche Leser werden selbstverständlich auch begeistert sein)!

Es fühlt sich toll an, als er zwischendurch mit einem warmen Gerät über meinem Rücken streicht, welches dabei vibriert. „Das ist mein neues Spielzeug“ lächelt Rafael nach der Behandlung. Er ist ein wundervoller Mensch mit viel Empathie. Nach der 70-minütigen Massage ruhe ich kurz in der Hängematte des Sinnesgartens. Anschließend schwebe ich zum Restaurant. Einfach nur glücklich und zufrieden.
Die liebe Karina ist auch ganz toll, allerdings ärgere ich mich über mich selber. Absolut ins Gespräch mit anderen Gästen vertieft, vergesse ich am Frühstückstisch auf die Uhr zu schauen. Als die sympathische Spanierin mich anruft, sage ich ihr, dass ich schnell unter die Dusche springe und mich beeile. Dann renne ich hin und komme etwas aus der Puste vor ihr an.
Anfangs bin ich noch gestresst, doch sie schafft es auch mit weniger Zeit als geplant, mich herrlich schön zu relaxen. Sie hat einige Jahre in Deutschland gelebt und ist ein sehr herzlicher Mensch. Und auch so groß wie ich, was ich bei Frauen mit meinen 1,80 Metern nicht so häufig erlebe.

Füße bemalen und Neues lernen
Carlos eignet sich für dich, wenn du dein Wissen zum Thema Gesundheit vertiefen möchtest. Ich buche eine 70-minütige Fußreflexzonenmassage. Allerdings wird dies eher ein Workshop, da er mich zwischendurch immer wieder darum bittet, mich vom Liegen in die sitzende Position zu erheben, um mir etwas zu erklären.
Das macht er mit viel Ahnung und Leidenschaft. Da er in Deutschland aufgewachsen ist und gerne redet, kannst du mit ihm auch hervorragend kommunizieren. Zum Abschluss gibt er mir noch Infos zu wichtigen Punkten am Fuß. Später erfahre ich, dass er Besucherinnern und Besuchern bereits Punkte auf den Füßen aufgemalt hat, damit sie sich zuhause selbst weiter behandeln können.
Zeitlich haben Carlos und ich uns nur die äußeren Punkte am Fuß ansehen können. Also eher die Knochen und Strukturen als die Zuordnung zu inneren Organen.

Panoramablick auf die Costa del Sol
Sicher interessiert es dich jetzt auch, wie lange du zum Meer läufst. Ich brauche dafür circa 20 Minuten. Von der Casa de Morisco aus gehe ich gemütlich die kleine, gewundene Straße hinunter und manchmal zwischendurch auch wieder einen Weg hinauf. Die Straße ist von uralten Olivenbäumen und blühenden Mandarinenhainen gesäumt. Während die andalusische Sonne auf meinen Körper scheint, spaziere ich mit Vorfreude im Gesicht herunter.

Die letzten Minuten geht es an mehreren Wohnhäusern vorbei weiter. Zwischendurch halte ich inne und genieße den Panoramablick auf die malerische Costa del Sol. Unten angekommen laufe ich begeistert barfuss ins Wasser.
Das geht aufgrund der vielen Steine nicht so einfach. Wer empfindliche Füße hat, sollte Badeschuhe einstecken. An der Promenade sehe ich viele Restaurants und entdecke sogar ein kleines Krankenhaus, welches zum Glück niemand von uns braucht.

Körper und Geist im Einklang
Auf dem Rückweg freue ich mich wieder auf meine heißgeliebte Casa El Morisco. Ein Ort, an dem die Seele aufatmet. Alles scheint hier im Gleichgewicht zu sein – Himmel und Erde, Körper und Geist, Stille und Klang. Es ist eine Rückkehr – zu sich selbst, zum Atem, zum inneren Frieden.
Doch wie ist dieser magische Platz eigentlich entstanden? Für meinen Artikel frage ich Wilfried, ob er mir bei einem Tee etwas von seinen Anfängen berichtet.
Aber erstmal möchte ich etwas anderes wissen. „Wie hast du es geschafft, mit Anfang 80 mehr Energie zu versprühen, als manche 20-jährige?“ will ich neugierig erfahren.

Die Geheimnisse hinter Wilfrieds Vitalität
Der gebürtige Berliner lacht. „Seit 40 Jahren ernähre ich mich vegetarisch und zu 80 Prozent sogar vegan.“ Außerdem nimmt er viel Rohkost zu sich – teilweise vom eigenen Garten. Dann berichtet er mir, dass es seine Mission ist, die vegetarische Lebensweise nicht durch Druck oder Verbote in die Welt zu bringen. Sondern durch fantastische Köstlichkeiten.
„Stell dir vor, Elischeba,“ lächelt er verschmitzt. „Ich hatte mal einen Metzger hier, der wurde von seiner Frau hierhin gezerrt. Für jeden Tag hat er sich zwei Würstchen mitgenommen. Sein Gesicht hat sich nach und nach erhellt und gegen Mitte der Woche hat er die Würstchen weggelassen und zugegeben, dass es hier doch ziemlich gut schmeckt.“
Da muss ich selbst grinsen, als er mir diese Geschichte erzählt. Während er von seinem Leben zu berichten beginnt, spüre ich, dass es noch mehr Gründe für seine Vitalität gibt. Seine Visionen, Lebensfreude, tägliche Dankbarkeit und dem Willen, Träume umzusetzen.

Die Geburt der Casa
Spannend finde ich, dass Wilfried bereits 1985 ein Schüler von Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) gewesen ist. Dort wurde er auf der Ranch in der Küche eingesetzt und hat mit Freude mitgearbeitet.
Circa sieben Jahre später entdeckt er eine Anzeige in der Zeitschrift „Schrot und Korn“: In den Hügeln bei Benajarafe steht eine Öko-Finka zum Verkauf. Da fackelt er nicht lange, fährt nach Bayern zum Besitzer und verwirklicht seinen Traum.
Wenn Visionen wahr werden
Die ersten Angebote waren unter anderem Rebirthing- und Selbsterfahrungsseminare. Schritt für Schritt kamen mehr Räume und Infrastruktur hinzu. Somit veränderte sich das Gelände von einer einfachen Finca zu einem strukturierten Seminarzentrum.
Im Lauf der Jahre entstanden mehrere Seminar- und Yogahallen, Gästezimmer sowie der wunderschöne „Garten der Sinne“. Wilfrieds Leitidee war ein Ort der Regeneration „fernab vom Getriebe der Welt“, der Gemeinschaftssinn und persönliche Entwicklung verbindet.

Ich sage dem Lebenskünstler während dem Gespräch, dass ich seine vier Köchinnen häufig beim Singen höre. Ja, er achtet darauf, dass sich auch sein Team wohlfühlen darf. Außerdem verfügt Wilfried über eine Ausbildung zum Heilpraktiker.
Kürzlich hat ihn jemand gefragt, was er nimmt, da er so fit ist. „Besser ist die Frage, was ich alles weglasse“ kontert er dann. Nämlich Fleisch, Alkohol, Kaffee und vor allem Pessimismus. Dafür ernährt er sich mit viel Rohkost und bewegt sich täglich an der frischen Luft.
Ach, ich mag den familiären, eher bodenständige Stil. Mit viel Natur, vegetarischer Küche und lockerer, herzlicher Atmosphäre. Er prägt bis heute den Charakter der Casa El Morisco.

Yoga-Retreat mit mir als Lehrerin in Andalusien?
Du hast Feuer gefangen und möchtest mit mir als Yogalehrerin eine tolle Woche verbringen? Dann schick mir bitte eine Nachricht an info@elischeba.de und ich verrate dir mehr Infos und die Termine. Mein Yoga-Retreat in der Casa El Morisco wird an dich und deine Bedürfnisse angepasst.

Dann führe ich dich durch tolle Meditationen, frühstücke mit dir zusammen auf der Terrasse. Außerdem freue ich mich auf einen täglichen Vinyasa Flow und nette Gesprächsrunden, welche ich liebevoll vorbereite. Auf ein Yoga-Retreat, welches dir auch für deine Zeit zuhause eine Menge Input mitgibt.
Und selbstverständlich zeige ich dir schönsten Stellen zum Innehalten und Genießen. Was deine Vorkenntnisse beim Yoga betrifft: Gerne hole ich dich genau da ab, wo du dich aktuell befindest. Aber Vorsicht: Die Casa El Morisco macht süchtig.
Elischeba
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Hinweis: Diesen Yogaurlaub habe ich selbst gezahlt. Unbeauftragte und unbezahlte Werbung. Allerdings bin ich mit dem Gedanken hingeflogen, dass ich dort auch mal ein Yoga-Retreat als Lehrerin unterrichte. Somit ist es indirekt Werbung für mich. Und dadurch kann ich dazu beitragen, dass du bald auch eine schöne Yogawoche in Andalusien verbringst.

Oh, das ist ja ein guter Tipp! Ich überlege mir auch, dass ich dort mal mit dir hingehe, mit dir als Yogalehrerin, das wäre ja ein Traum!