Hormonyoga-Lehrerin nach Dinah Rodrigues

Es gibt Neuigkeiten. Ich habe alle Prüfungen zur Hormonyogalehrerin nach Dinah Rodrigues bestanden. Und somit kann ich dir noch mehr wertvolles Wissen mitgeben. Gleichzeitig bin ich auf einem guten Weg, bald mit den Krankenkassen abrechnen zu können. Denn dafür brauche ich eine 500 Stunden Ausbildung und muss insgesamt mindestens 30 Stunden unterrichtet haben. Außerdem soll ich meinen Erste-Hilfe-Kurs auffrischen. 

Als ich das erste Mal von Yoga nach Dinah Rodrigues gehört habe, war ich neugierig. Denn dahinter steckt eine faszinierende Frau.

Eine wunderbare Frau

Dinah Rodrigues wurde 1927 in Brasilien geboren und gilt als Begründerin des Hormon-Yogas für Frauen. Ursprünglich war sie Philosophin und Psychologin, beschäftigte sich aber schon früh intensiv mit Yoga und verschiedenen ganzheitlichen Heilmethoden. 

Als sie selbst die Wechseljahre erlebte und nach natürlichen Möglichkeiten suchte, den Körper zu unterstützen, entwickelte sie ihr eigenes Yoga-Konzept. Dabei kombinierte sie klassische Yogaübungen mit Atemtechniken, Energielenkung und speziellen Bewegungsabläufen. 

HormonyogaIhre Intention war es, Frauen dabei zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern und sich auch in den Wechseljahren fit, energiegeladen und wohl in ihrem Körper zu fühlen.

Durch ihre Arbeit wurde Hormon-Yoga weltweit bekannt und wird heute von vielen Frauen praktiziert, die auf natürliche Weise etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten. Meine Ausbilderin hat diese wunderbare Frau persönlich kennengelernt und schwärmt von ihr. Denn sie soll eine energiereiche Person sein, die mit 99 Jahren noch recht fit ist und mit über 70 noch Hormonyoga unterrichtet hat.  

Meine Erfahrungen mit Hormonyoga 

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Hormonyoga-Lehrerin habe ich natürlich auch selbst viel geübt. Schon nach den ersten Stunden hatte ich das Gefühl, dass dieses Yoga anders ist als klassisches Hatha Yoga. 

Beim Hormon-Yoga spielen Atmung, Energiearbeit und Konzentration eine wichtige Rolle. Ich muss zugeben, dass ich mich immer wieder dabei ertappe, mit meinen Gedanken zu wandern. Anstatt meine Aufmerksamkeit auf meine Schilddrüse oder Hypophyse zu lenken. Mir gehen generell oft gefühlt 1000 Dinge gleichzeitig durch den Kopf.

Andererseits ist das natürlich besonders spannend, an mir zu arbeiten. Nämlich bei den Übungen gezielt die Eierstöcke, die Schilddrüse, die Hypophyse und die Nebennieren anzusprechen. Genau diese Drüsen sind wichtig für unsere Hormonproduktion. Deshalb wird Hormon-Yoga häufig von Frauen in den Wechseljahren, aber auch bei Zyklusbeschwerden oder hormonellen Veränderungen praktiziert.

Hormon-Yoga WechseljahreDie Bauchatmung

Eine der wichtigsten Grundlagen ist die tiefe Bauchatmung. Dabei atmest du langsam durch die Nase ein und lässt deinen Bauch nach vorne kommen. Danach atmest du wieder ruhig aus und der Bauch sinkt zurück. Das klingt zunächst simpel, hilft aber dabei, den Körper zu entspannen und gleichzeitig mehr Sauerstoff aufzunehmen.

Die Bhastrika-Atmung

Diese Atemübung wird oft als Blasebalg-Atmung bezeichnet. Du atmest kräftig durch die Nase ein und ebenso kräftig wieder aus. Dabei bewegt sich der Bauch aktiv mit. Die Atmung erfolgt etwas schneller als gewöhnlich und sorgt dafür, dass du dich wach, energiegeladen und konzentriert fühlst.

Die Energielenkung

Ein wichtiger Bestandteil des Hormon-Yogas ist die sogenannte Energielenkung. Nach bestimmten Übungen stellst du dir vor, wie die aktivierte Energie zu den Hormondrüsen fließt. Dabei nutzt du deine Vorstellungskraft und lenkst deine Aufmerksamkeit ganz bewusst in bestimmte Körperbereiche. Das mag sich am Anfang ungewohnt anfühlen, wird aber mit der Zeit immer natürlicher. Ich stelle mir manchmal auch vor, dass goldiges Licht zu diesen Stellen meines Körpers fliest. 

Atem HormonyogaDie Wechselatmung

Diese kenne ich auch aus meiner Ausbildung zur Hatha-Yogalehrerin. Im Hormonyoga kannst du sie zu Beginn oder nach deiner Schlussentspannung nochmal durchführen. Es gibt auch tolle Anti-Stress Übungen, welche mit eingebaut werden können. Eine davon zeige ich dir hier, nachdem ich dir Hormonyoga persönlich erkläre. 

Bei der Wechselatmung hältst du abwechselnd ein Nasenloch zu und atmest durch das andere ein beziehungsweise aus. Diese Übung soll die beiden Gehirnhälften harmonisieren und gleichzeitig das Nervensystem beruhigen. Viele Menschen empfinden die Wechselatmung als angenehm und ausgleichend.

Die Übungsreihe nach Dinah Rodriguez

Die klassische Übungsreihe beginnt mit dem Aufwärmen. Bereits hier halte ich mich an die Vorgaben, da alles aufeinander aufbaut. 

Danach folgen Hauptübungen, die gezielt verschiedene Hormondrüsen aktivieren:

1. Janushirshasana (Kopf zum Knie Haltung)

2. Adria Matsyendrasana in drei Stufen (halber Drehsitz)

3. Mahayana (Seitbeuge)

4. Muslimische Gebetshaltung

5. Supta Vajrasana (Diamantschlaf)

6. Die fünf Wellen der Schönheit

Diese Übung kannst du im Anschluss an den ersten Teil der

Hauptübungsreihe für dich mit dem MP3 Audio üben:

7. Energetische Harmonisierung der Eierstöcke

8. Vilomasana, dynamisch (Schulterbrücke)

9. Ubung für die Schilddrüse mit den drei Bandhas

9.a Schlankheitsübung (Matsyasana/Fisch)

10. Surya Bedana (Sonnenatmung)

11. Vikariat Karani, dynamisch (halbe Kerze)

12. Harmonisierung für alle Hormondrüsen

13. Energetische-Harmonisierung und Ausgleich der Hauptchakren

14. Leitung der Energie zum Erwärmen von Händen und Füßen.

Hier kannst du mein passendes YouTube Video sehen, in dem ich dir auch ein paar der Hauptübungen zeige. 

Überrascht von der intensiven Wirkung 

Was mich am meisten überrascht hat, war die Intensität. Obwohl viele Übungen auf den ersten Blick einfach aussehen, bringen sie den Kreislauf ordentlich in Schwung. Gleichzeitig fühlte ich mich nach der guten halben Stunde oft entspannt und voller Energie.

Besonders angenehm finde ich die Kombination aus Bewegung, Atmung und Konzentration. Natürlich ersetzt Hormon-Yoga keine medizinische Behandlung. Trotzdem berichten viele Frauen, dass sie sich ausgeglichener fühlen.

Mir persönlich gefällt vor allem, dass die Übungen leicht zu Hause durchgeführt werden können und dass man dafür weder besondere Geräte noch viel Platz benötigt.

Bitte an Kontraindikationen denken 

Auch wenn Hormon-Yoga für viele Frauen eine spannende Möglichkeit sein kann, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen, ist es nicht für jeden geeignet. Wenn du dir unsicher bist, dann frage gerne deine Ärztin oder deinen Arzt. 

Besondere Vorsicht ist bei hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs, Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs wichtig. Da Hormon-Yoga darauf abzielt, die körpereigene Hormonproduktion anzuregen, wird in solchen Fällen meist davon abgeraten oder zumindest eine individuelle ärztliche Rücksprache empfohlen.

Auch bei einer Endometriose können die intensiven Übungen und die hormonelle Aktivierung problematisch sein. Gleiches gilt bei größeren Myomen, die hormonabhängig wachsen können. Zudem sollten Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorsichtig sein, weil einige Atemübungen den Kreislauf deutlich anregen und dadurch belastend wirken können.

Wenn du unter starkem Bluthochdruck leidest, solltest du ebenfalls vorher ärztlichen Rat einholen. Die dynamische Bhastrika-Atmung kann den Blutdruck kurzfristig erhöhen und deshalb nicht für jeden geeignet sein. Auch bei einem frischen Bandscheibenvorfall, nach Operationen oder bei akuten Entzündungen ist es sinnvoll, zunächst abzuwarten, bis der Körper wieder vollständig belastbar ist.

Während einer Schwangerschaft wird Hormon-Yoga normalerweise nicht empfohlen, weil die Übungen speziell auf die Aktivierung des Hormonsystems ausgerichtet sind. Stattdessen gibt es spezielle Yogaformen für Schwangere, die besser auf die Bedürfnisse dieser besonderen Zeit abgestimmt sind.

Erfahrungen Hormonyoga

Grundsätzlich gilt: Wenn du unsicher bist oder gesundheitliche Beschwerden hast, solltest du lieber einmal mehr nachfragen. So kannst du die Vorteile des Yoga genießen und gleichzeitig auf Nummer sicher gehen.

Bevor ich in dem Verein „balance your way“ Workshops gebe, werde ich selbst weiter Hormonyoga üben, um noch sicherer zu sein. Aber diese freudige Nachricht der bestandenen Prüfung möchte ich dir trotzdem mitteilen.

Elischeba

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