Der Körper steckt noch im Winterschlafmodus

Im Winter, besonders im Januar, laufen viele Prozesse etwas langsamer. Das Tageslicht ist knapp. Unser Vitamin-D-Spiegel ist im Keller. Hier kannst du zusätzlich etwas für dich tun (Affiliate Link). Und der Stoffwechsel taktet sich natürlicherweise etwas runter. Unser Körper hat also gute Gründe, ein bisschen gemütlicher zu machen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun – es ist Biologie.
Schau dir die Natur an: Bären halten Winterschlaf, Igel verkriechen sich in Laubhaufen. Und selbst manche Pflanzen „atmen“ kaum. Sie speichern Energie, um im Frühling wieder durchzustarten. Warum also verlangen wir Menschen, dass wir mitten im tiefsten Winter energetischer sein sollen als sonst?
Zu viele Vorsätze – das Rezept für Frust
Kein Wunder, dass das nicht lange hält. Unser Gehirn kann nur eine begrenzte Anzahl neuer Gewohnheiten gleichzeitig etablieren. Wenn du alles auf einmal willst, bricht das Kartenhaus schnell zusammen. Und statt Motivation bleibt Frust.
Der Trick ist, sich auf maximal ein bis zwei realistische Vorsätze zu konzentrieren. Und zwar solche, die dich unterstützen, nicht überfordern.

Vorsätze, die nicht überstrapazieren
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Mach sie konkret.
Statt „Ich will gesünder leben“ sag lieber: „Ich trinke jeden Morgen ein Glas Wasser, bevor ich Kaffee trinke.“ -
Mach sie klein.
Es geht nicht darum, alles umzukrempeln. Wenn du dreimal pro Woche Yoga einbauen willst, starte mit 10 Minuten. Hier habe ich ein tolles und kostenlose Video zum Mitmachen für dich. -
Mach sie freundlich.Keine Selbstkasteiung! Wenn du an einem Tag keine Lust auf Bewegung hast, dann ist das kein Scheitern. Sondern Selbstfürsorge.
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Mach sie sinnvoll.Frag dich: Tut mir das wirklich gut, oder mache ich das, weil man sollte? Authentische Ziele halten länger.
Yoga-Posen für den Januar
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Katze-Kuh (Marjaryasana-Bitilasana): Perfekt zum Aufwachen am Morgen. Bringt Bewegung in die Wirbelsäule und regt den Kreislauf an.
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Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana): Aktiviert den ganzen Körper, stärkt Arme und Beine und bringt Frische in müde Glieder.
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Krieger II (Virabhadrasana II): Erdet und gibt Kraft – passend, um mit neuer Stabilität ins Jahr zu gehen.
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Kindeshaltung (Balasana): Für Momente, in denen du dich zurückziehen möchtest. Ruhe, Geborgenheit, Ausatmen.
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Drehsitz (Ardha Matsyendrasana): Unterstützt die Verdauung – nach der Festtagsschlemmerei ideal.
Ernährung für mehr Energie
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Warmes Frühstück: Im Rahmen meiner Panchakarma Kur in Sri Lanka im Sommer 2006 habe ich es gelernt: Haferbrei mit Apfel, Zimt und etwas Nussmus wärmt von innen und stabilisiert deinen Blutzucker.
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Saisonales Gemüse: Rosenkohl, Grünkohl, Rote Bete – wahre Vitaminbomben für den Winter.
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Wasser und Tee: Gerade im Winter vergessen viele das Trinken. Kräutertee oder heißes Wasser mit Zitrone wirkt Wunder.
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Ingwer und Kurkuma: Beides stärkt das Immunsystem und sorgt für innere Wärme.
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Mehr Eiweiß: Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen halten dich länger satt, ohne müde zu machen.

Deine Energie tankt im Januar anders
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Tageslicht nutzen: Geh, wenn möglich, mittags raus. Selbst 15 Minuten Helligkeit helfen, den zirkadianen Rhythmus zu stabilisieren.
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Schlaf ernst nehmen: Winter ist Schlafzeit. Wenn du abends früher müde bist – geh ruhig schlafen. Kein Grund, dagegen anzukämpfen.
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Sanfte Bewegung statt Drill: Spaziergänge, Yin-Yoga, Tanzen in der Küche – alles zählt.
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Digitale Pausen: Der Geist braucht auch Ruhe. Weniger Scrollen, mehr Fühlen.
Die Natur macht’s uns vor
Pflanzen ziehen sich in ihre Wurzeln zurück – sie investieren in Stabilität, bevor sie neu austreiben. Genau das können wir uns abschauen: Der Januar ist die Zeit, um innerlich zu wurzeln, Kraft zu sammeln und Pläne in Ruhe reifen zu lassen. Der Frühling wird früh genug kommen, und dann kannst du loslegen.

Kleine Rituale für den Januar
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Morgens dehnen: Drei bewusste Atemzüge, Arme über den Kopf, kurz strecken – schon bist du mehr bei dir.
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Abends reflektieren: Schreib drei Dinge auf, die gut waren. Dankbarkeit lenkt den Blick auf Positives.
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Kerzen anzünden: Lichttherapie auf natürliche Art – hat etwas Archaisches und Beruhigendes.
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Suppe kochen: Eintöpfe sind Wunderwaffen im Winter. Warm, nahrhaft, liebevoll.
Warum weniger wirklich mehr ist
Mach dir bewusst: Wachstum passiert nicht durch Druck, sondern durch Rhythmus. Balance ist kein Stillstand, sondern die Kunst, im richtigen Moment ruhiger zu treten.
Auch in der Natur fällt kein Blatt, weil der Baum „motiviert“ ist. Es fällt, weil die Zeit reif ist. Wachstum geschieht, wenn die Bedingungen stimmen – Wasser, Licht, Nährstoffe. Übertrag das auf dein Leben: Deine Vorsätze keimen, wenn du dich gut nährst, dir Licht gönnst und Pausen zulässt.

Fazit: Januar ist zum Aufwachen da – aber langsam
Starte klein, bewege dich bewusst, gönn dir Wärmendes, iss nahrhaft und bleib freundlich zu dir. Der Januar ist wie der sanfte Atem vor dem nächsten großen Einatmen des Jahres. Kein Sprint, sondern ein bewusstes Ankommen. Übrigens habe ich am 30. Januar Geburtstag. Diesmal eine runde Zahl. Trotzdem wird der Januar nicht mein Lieblingsmonat. Du wirst das sicher gut verstehen.
Also, gönn dir im Januar ruhig mal den Luxus, nichts zu überstürzen – das Jahr läuft dir nicht davon.
Elischeba
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