Die erste Schulklasse überspringen – ja oder nein?

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Das Überspringen einer Klasse tut leistungsstarken Kindern, die sich in der Schule langweilen, manchmal gut. Aber ist das der beste Weg fürs Kind? Wie ist es, überall der Jüngste zu sein? Heute setze ich mich mit diesen Fragen auseinander.

Vorlieben für einzelne Schulfächer zeigen sich früh. Ich hatte Freude an Sprachen und Kunst. Als ich älter wurde, habe ich mit Mathematik, Physik und Chemie meine Probleme bekommen.

In der ersten Schulklasse gibt es Kinder, die mehr Zeit brauchen. Häufig sind es Kinder, die früh eingeschult wurden. Die wenige Tage nach der Einschulung ihren sechsten Geburtstag gefeiert haben.

Andere tun sich mit dem Lernen leicht. Fühlt sich dein Kind unterfordert? Ist es schneller mit seinen Aufgaben fertig und langweilt sich? Bekommt es vom Lehrer Zusatzaufgaben?

Ist das ein Dauerzustand?

Dann kann es passieren, dass dir beim Elternsprechtag vorgeschlagen wird, dass dein Kind eine Schulklasse überspringt.

Meist kommt es bereits in der ersten Klasse dazu. Zwei Prozent der Bevölkerung haben einen IQ von 130.

Ist dein Kind betroffen? Ich finde es wichtig, dem Kind zu zeigen, dass Talente dafür da sind, anderen etwas Gutes zu tun.

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Man ist nicht besser als andere. Jeder Mensch hat Talente, die ihn einzigartig machen. Ich mag Empathie und soziales Verhalten.

Jede Begabung können wir dazu nutzen, für andere da zu sein. Wenn dein Kind schneller lesen kann, dann ist es toll, wenn es anderen hilft.

Aber was ist, wenn dein Kind darunter leidet, unterfordert zu sein?

Wenn es sich langweilt und deswegen die Lust an der Schule verliert? Wenn es regelmäßig um “komplizierte” Aufgaben bettelt?

Dann hilft ein persönliches Gespräch mit dem Lehrer. Außerdem finde ich es wichtig, Eltern um Rat zu fragen, die in der gleichen Situation waren.

Das hilft, den Horizont zu erweitern.

Klassenlehrer und Kinderarzt können den allgemeinen Entwicklungsstand einschätzen. Ist das Kind geistig weiter, aber körperlich wie gleichaltrige Freunde entwickelt? Spielt es lieber mit älteren Kindern?

Können Zusatzaufgaben helfen? Reicht das? Es ist wichtig, langfristig zu denken.

Auf der weiterführenden Schule mag sich der Altersunterschied bemerkbar machen. Dein Kind spielt noch mit Autos oder Puppen. Beim Rest der Klasse startet die Pubertät.

Es mag Nachteile haben, überall der Jüngste zu sein.

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Durch einen Klassenwechsel ist dein Kind der oder die Neue. Es muss von vorne anfangen. Geht dein Kind auf andere zu? Passt es sich schnell an?

Mag dein Kind als Streber angesehen werden, weil es eine Klasse übersprungen hat?

Außerdem kann es passieren, dass dein Kind mit sechs Jahren in die zweite Klasse kommt und sich später trotzdem langweilt.

Dann kannst du überlegen, wie du dein Kind außerhalb der Schule fördern kannst. Mit lehrreichen Sendungen, Büchern, Zeitschriften, Museen oder Sprachreisen. Auch Lehrer können dir Tipps geben.

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Ich finde es wichtig, dass ein Kind testen darf, wie es in der zweiten Klasse klarkommt. Klappt das gut? Sehnt es sich nach der ersten Klasse zurück?

Bei der Entscheidung muss das Kind mitreden. Alle Vor- und Nachteile können einfach erklärt werden.

Vermittle deinem Kind, dass jede Begabung eine Chance ist, die Welt besser zu machen. Wird unser Planet nur durch Intelligenz ein besserer Ort?

Definitiv nicht. Der Mix aus allem macht es. Empathie, Ethik, Leidenschaft, Mut. Gute Ideen für tolle Projekte.

Sonnenuntergang

Und das können wir alle. Egal ob wir eine Klasse überspringen oder nicht.

Wie denkt ihr darüber? Wurde euch angeboten, dass euer Kind ein Jahr überspringt?

Wie habt ihr euch entschieden?

Ich freue mich auf euer Feedback.

Elischeba

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Die erste Schulklasse überspringen – ja oder nein?
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Die erste Schulklasse überspringen – ja oder nein?
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Das erste Schuljahr überspringen? Die Vor- und Nachteile auf einen Blick. Tipps für den Alltag.
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Elischeba | Reise, Lifestyle & Familien Blogazin by Elischeba Wilde
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16 Kommentare

  1. Avatar
    Elke
    05/02/2019 / 23:00

    Sehr sympathischer Text. So oft wird vergessen zu erwähnen, dass Hochbegabte ihre Fähigkeiten auch dazu nutzen können anderen etwas Gutes zu tun. Trotzdem auf gute Eigenschaften zu achten ist wichtig – denn wie du schreibst kommt es auf das Gesamte an.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      06/02/2019 / 11:26

      Ganz lieben Dank für dein Feedback. Es ist so wichtig das seinen Kindern zu vermitteln. Egal welche Begabungen sie auch immer haben. Nur so bleiben sie auch trotzdem für andere sympathisch. Wer will schon Angeber zu seinen Freunden zählen? 😉

  2. Avatar
    Tanja
    06/02/2019 / 10:46

    Oh das ist ein sehr interessanter Beitrag. Eine Bekannte hat auch eine Tochter die ne Klasse übersprungen hat und JA: die Nachteile die du beschreibst zeigen sich regelmäßig. Trotzdem würde sie es wieder tun. Weil Langeweile sich schlecht auf die Stimmung auswirkt. Und im Großen und Ganzen klappt es gut.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      06/02/2019 / 11:28

      Darf ich fragen in welcher Schulklasse die Tochter deiner Bekannten jetzt ist? Leidet die Tochter manchmal darunter die jüngste zu sein? Hat sie damals die anderen Kinder sehr vermisst? Oder konnte sie den Kontakt halten?

  3. Avatar
    Cindy
    06/02/2019 / 11:25

    Hab noch nie so einen freundlichen Beitrag zu dem Thema gelesen. Wie viele Eltern fühlen sich als etwas besseres wenn ihr Kind eine Klasse überspringen darf! Toll, dass du schreibst, dass jede Gabe dafür da ist der Menschheit etwas Gutes zu tun!

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      06/02/2019 / 11:30

      Man ist nie etwas Besseres. Es ist toll wenn jedes Kind unterschiedliche Begabungen hat. Wäre doch langweilig, wenn alle Kinder gleich wären. Es gibt so viele wichtige Eigenschaften wie Empathie und den Mut sich für eine gute Sache einzusetzen. Intelligenz ist nicht alles. Ein Mix aus allem natürlich toll. 😉

  4. Reinhard
    Reinhard
    06/02/2019 / 12:51

    Hallo Elischeba,

    da hast einen wunderschönen Artikel zu einem wirklich brisanten Thema geschrieben.

    Ich hab das Thema “Hochbegabung” am eigenen Leib erfahren. … ich war meistens Klassenbester. Das war einerseits sehr schön, weil mir die Aufgaben leicht gefallen sind. Andererseits wurde ich deshalb als “Streber” angesehen. Aber mit diesem Zwiespalt lernt man zu leben.
    Entscheidend ist, dass man sich nicht langweilt. Denn dann verliert man den Spaß und die Lust am Unterricht.

    Ob ein Schüler eine Klasse überspringen kann, hängt von mehreren Faktoren ab. … nicht nur vom Alter !! …und da sollte man bei der Entscheidung auf jeden Fall die Empfehlung der Lehrer mit einbeziehen.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      06/02/2019 / 15:09

      Hallo Reinhard,

      Danke für dein Feedback aus Sicht eines Schülers, der dies am eigenen Leib erfahren hat.

      Stimmt, die Lehrer verfügen über reichlich Erfahrungen und können Eltern diesbezüglich bestens beraten.

      Liebe Grüße von Elischeba

  5. Avatar
    Viola
    06/02/2019 / 20:40

    Liebe Elischeba, du hast das Thema wunderbar beleuchtet und von mehreren Seiten betrachtet, das finde ich sehr gelungen! Häufig ist es so, dass Kinder vielleicht kognitiv ihren Klassenkameraden voraus sind, emotional aber nicht stabil genug, um sich in einer höheren Klasse zu behaupten. Wenn das der Fall ist (je jünger das Kind, desto häufiger), ist das Überspringen einer Klasse wenig sinnvoll. Denn nur wenn Kinder sich sicher fühlen, können sie sich optimal entfalten. Letztlich hilft wirklich immer nur der individuelle Blick aufs Kind, pauschal lässt sich so eine weitreichende Entscheidung nicht beantworten.
    Liebe Grüße,
    Viola

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      06/02/2019 / 21:08

      Hallo Viola,

      Danke für den Hinweis, dass das Kind auch emotional stabil genug sein sollte, um sich in einer höheren Klasse zu behaupten.

      Das ist sicher nicht einfach zu entscheiden. Deswegen finde ich die Option gut das mal probeweise für zwei Wochen zu testen. Und auch nur zu machen wenn die Lehrerin (und eventuell auch der Kinderarzt) der Meinung sind, dass es das Beste fürs Kind ist. Und natürlich sollte das Kind selbst auch über Vor- und Nachteile aufgeklärt werden.

      Liebe Grüße von Elischeba

  6. Avatar
    Majoy
    06/02/2019 / 22:50

    Hallo!
    Mein Sohn durfte im jahrgangsübergreifenden Unterricht (1-3) im Jahrgang drüber mitmachen – ohne den Klassenverband zu wechseln. Die älteren Schüler waren anfangs verwirrt, aber später war es normal.
    Für ihn war es ein Glück- ihm ging es mit der Unterforderung immer schlechter und konnte auf einmal die einfachsten Aufgaben nicht mehr.
    Heute ist ein hochleistender 4. Klässler und geht sehr gerne zur Schule.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      11/02/2019 / 21:37

      Danke für dein Feedback. Wenn es ihm mit der Unterforderung immer schlechter ging war es defintiv die richtige Entscheidung!

  7. Avatar
    W.D.
    07/02/2019 / 17:19

    Wegen der weiterführenden Schule: ein Jahr Unterschied ist nicht sooo schlimm – Kinder kommen unterschiedlich früh und spät in die Pupertät.

    Der Sohn einer Bekannten hat auch übersprungen – es war die richtige Entscheidung. Er hatte am Schluss richtig schlechte Laune im Unterricht, weil er sich so “falsch” in der Klasse vorkam. Ihn hat es belastet anders zu sein. In der ersten Klasse hatte er Aufgaben für die dritte bekommen und die waren ein Klacks für ihn. Irgendwann hatte er alle Sonderaufgaben durch.

    Jetzt langweilt er sich zwar immernoch manchmal, aber es klappt besser. Er ist auch sehr groß für sein Alter, deswegen fälllt es eigentlich gar nicht auf, dass er übersprungen hat.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      11/02/2019 / 21:38

      Stimmt …..was macht man wenn man mit allen Sonderaufgaben durch ist … in der vierten Klasse gibt es irgendwann nicht noch schwerere Sachen 😉

      Danke fürs Feedback!

  8. Avatar
    Marina
    14/03/2019 / 14:34

    Wir stehen gerade vor dieser Frage, dein Artikel hat mir sehr geholfen auch die Nachteile zu sehen. Danke.

    • Elischeba
      Elischeba
      Autor
      16/02/2020 / 11:17

      Oh, das freut mich sehr, liebe Marina!

      Danke fürs Feedback und alles Gute für euch.

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